Spurensuche: Orte jüdischen Lebens in Chemnitz, 1874–1939
- 13:00 Uhr
„Unsichtbarkeit“ als Leitgedanke: Dies trifft wohl im Jahr der Kulturstadt Europas auf die Geschichte der Juden in Chemnitz voll und ganz zu. Wo befanden sich die Stätten jüdischen Lebens in einer Großstadt, in der einst über 3500 Juden lebten? Gibt es außer den über 800 Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof im Ortsteil Altendorf noch Stätten, die an das bis 1933 pulsierende jüdische Leben erinnern? Ein jüdischer Wegweiser, wenn es diesen gegeben hätte, hätte die Frage nachhaltig beantwortet. In dem Vortrag sollen die Orte aus der Vergessenheit geholt werden, an denen sich das jüdische Leben in Chemnitz damals wirklich abspielte. Wo befanden sich das Israelitische Gemeindehaus, das Logenheim, das Haus der Einigkeit, das Zionistenheim oder die Jüdische Lesehalle? Oder das Kaffee Seifert?
Dr. Jürgen Nitsche ist Freier Historiker und Autor im Ruhestand, Spezialgebiet: Geschichte der Juden in Sachsen, wohnhaft in Mittweida
Eintritt: frei