Boris Dorfman

„Boris Dorfman: A Mentsh“

Wann:
3. März 2016 um 19:00
2016-03-03T19:00:00+01:00
2016-03-03T19:30:00+01:00
Wo:
DAStietz, Veranstaltungssaal
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz
Deutschland
„Boris Dorfman: A Mentsh“ @ DAStietz, Veranstaltungssaal | Chemnitz | Sachsen | Deutschland

„Boris Dorfman: A Mentsh“

Filmvorführung und Gespräch mit Uwe von Seltmann

Boris Dorfman, 1923 geboren, erzählt die Geschichte der Lemberger Juden in seiner jiddischen Muttersprache. 600 Jahre lang war die multi-ethnische Stadt Lemberg (heute „Lwiw“ in der Westukraine) ein Zentrum jüdischen Lebens. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese einzigartige Kultur zerstört. 75 Jahre nach Kriegsbeginn führt Boris Dorfman zu Stätten des Grauens und zu Orten der Hoffnung, an denen sich die Geschichte der Lemberger Juden widerspiegelt. Der 90-Jährige ist womöglich der letzte Jude in Lemberg mit jiddischer Muttersprache – scheinbar ein Relikt einer untergegangenen Epoche, lebt er doch in der Gegenwart: Boris Dorfman erinnert an die Vergangenheit, um auf die Zukunft vorzubereiten. „Er iz a mentsh“, sagte Josef Burg, der letzte der Czernowitzer jiddischen Literaten (1912-2009), über Boris Dorfman. „Mentsh“ ist eine respekt- und würdevolle Bezeichnung; so ziemlich das höchste Kompliment, das die jiddische Sprache zu vergeben hat. Der Film „Boris Dorfman: A Mentsh“ ist der erste Teil einer geplanten Jiddisch-Trilogie von Uwe und Gabriella von Seltmann.