Programm 2019

Mrz
24
So
“Bleib ein Mensch, Kamerad…” – Jura Soyfer und seine Zeit @ NSG/TIETZ
Mrz 24 um 15:00

Lesung mit Prof. Peter Porsch (RLS Sachsen), Gruppe Quijote (angefragt) und Mike Melzer (RLS Sachsen)

Jura Soyfer, wurde in Charkow geboren und zogen mit seinen Eltern in seiner Kindheit als Angst vor der neuen Sowjetmacht nach Wien. Er betrachtete als Kolumnist und Kommunist Nazideutschland von Österreich aus und schrieb bissig-böse Kommentare in seinen Gedichten über SA-Bullen, über einfache Menschen, über KDF, über deutsche Juristen sowie über die deutsche Verfassung. Jura Soyfer schrieb Stücke für die Kleinbühnen wie „Der Weltuntergang“ oder „Broadway-Melodie 1492“, die auch heute nichts an Aktualität verloren haben. Er wurde 1938 beim Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Österreich kurz vor dem Grenzübertritt in die Schweiz von den Nazis verhaftet und wurde ins Konzentrationslager Dachau, wo er das Dachau-Lied schrieb. Einen Tag vor seiner Freilassung aus dem KZ Buchenwald, welche durch Freikauf seiner Eltern erfolgte,starb Jura Soyfer mit 26 Jahren im Krankenlager an Typhus. In Österreich ist er auf Grund auch der Arbeit der Jura-Soyfer-Gesellschaft sehr präsent.

Das Programm will Jura Soyfer mit seinen fast vergessenen Texten wieder zu Gehör bringen als Mahnung und Verpflichtung in Zeiten, wo wieder die braune Pest ihr Angesicht schamlos erhebt.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Gesellschaft (RLG).

Mrz
29
Fr
Im Glauben an Gott und Hitler @ Jugendkirche St. Johannis
Mrz 29 um 19:00

Joachim Krause hat sich (nach seinem Buch „Fremde Eltern“) mit einem Thema aus seiner Heimat beschäftigt und nach umfangreichen Recherchen ein Buch geschrieben, das im Oktober 2018 den „Sächsischen Landespreis für Heimatforschung“ erhalten hat.

Der Autor beschreibt in seinem Buch „Im Glauben an Gott und Hitler“ den Weg der ,,Deutschen Christen“ aus dem Wieratal in den Jahren 1928 bis 1945 – ihren Aufbruch, Triumph und Niedergang – und thematisiert auch die Aufarbeitung nach 1945. Es geht dabei nicht um Schuldzuweisung und Verurteilung, sondern um ein besseres Verstehen dessen, was damals in unserer Heimat geschah.

Es geht um ein noch immer schmerzliches Thema, um die „Deutschen Christen“ in der NS-Zeit, in vielen Kirchgemeinden weithin bis heute verschwiegen und verdrängt.