Programm 2020

Mrz
1
So
Shira Bazibur @ Jüdische Gemeinde
Mrz 1 um 15:30

Lasst uns zusammen singen mit Igor Ginsburg (Berlin)

Mit Freunden und Verwandten zu singen, ist eine alte internationale Tradition. Juden singen, singen an Schabbat, singen an Feiertagen, singen vor Freude und vor Wehmut. Wir laden Sie und Ihre Freunde ein, gemeinsam mit uns und einem wunderbaren Musiker, Igor Ginzburg, jüdische, israelische, russische und deutsche Lieder zu singen.

Igor Ginzburg hat Musik an einer Musikhochschule in der ehemaligen UdSSR studiert, hat in mehreren Orchestern in der Ukraine und Israel gespielt, jetzt unterrichtet er Musik in Berlin.

Mrz
3
Di
Konzert Galina Lunova @ Stadtbibliothek
Mrz 3 um 19:00

Galina Lunova, Solistin beim Chor „Schir Semer“ der jüdischen Gemeinde Chemnitz, wurde in Russland geboren, lebte lange in der Ukraine und kam 2001 als Flüchtling nach Deutschland. Sie singt jüdische Lieder in drei Sprachen: jiddisch, hebräisch und russisch. Es sind vielseitige Melodien – Gebete, traurige und lustige sowie ganz stimmungsvolle Lieder.

Mrz
4
Mi
Sinfoniekonzert @ Stadthalle
Mrz 4 um 19:00

Esenvalds I Schumann I Strauss

Ēriks Ešenvalds | Fanfare

Robert Schumann Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129

Richard Strauss | Don Juan Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20

Richard Strauss Tod und Verklärung | Tondichtung für großes Orchester op. 24

Mrz
5
Do
DA CAPO – Musikcafé – Klangfarben @ Kraftwerk e.V.
Mrz 5 um 15:00

Lars und Uwe Dziuballa über Swing, Jazz, Klezmer und andere Töne

Nancy Gibson plaudert mit Lars und Uwe Dziuballa über Swing, Jazz und Klezmer. Uwe und Lars Dziuballa, im früheren Karl-Marx-Stadt geboren, wuchsen in Belgrad und der Heimatstadt auf. Nach der Wende lebte Uwe Dziuballa einige Zeit in New York, bevor er nach Chemnitz zurückkehrte. Der verheiratete Gastronom betreibt das Restaurant „Schalom“ gemeinsam mit seinem Bruder und seiner Mutter. Im Gespräch mit Nancy Gibson werden Lars und Uwe Dziuballa ausgehend von der jüdischen Hochzeitsmusik auf Suche nach Elementen der jüdischen Musik in Jazz, Swing, Musicals u.a. gehen. Sie werden in Bereichen fündig, in denen das Publikum es gar nicht erwartet. Erzählt wird von Hollywood, Jazz und Swing der 20er- und 30er-Jahre, von Bob Dylan, der Rockband „Kiss“ und bekannten Liedern.

Sinfoniekonzert @ Stadthalle
Mrz 5 um 19:00

Esenvalds I Schumann I Strauss

Ēriks Ešenvalds | Fanfare

Robert Schumann Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129

Richard Strauss | Don Juan Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20

Richard Strauss Tod und Verklärung | Tondichtung für großes Orchester op. 24

Mrz
7
Sa
Mara Aranda @ St. Jakobikirche
Mrz 7 um 20:00
Mara Aranda @ St. Jakobikirche

Die valencianische Sängerin Mara Aranda gehört zu den international erfolgreichsten Vertreterinnen der spanischen Weltmusik. Sie läßt sich von der Musik ganz unterschiedlicher Epochen und Länder rund um das Mittelmeer inspirieren, von der provenzalischen mittelalterlichen Tradition, den Melodien der Sepharden (den im 15. Jahrhundert aus Spanien vertriebenen Juden und ihren Nachkommen in der Diaspora) bis hin zur türkischen, griechischen oder bulgarischen Folklore.

Mara Aranda versteht sich selbst als Forscherin in der Welt der Klänge und hat auf weiten Reisen durch die Türkei, Marokko, den Balkan und Israel alte Musiktraditionen, die bisher nur mündlich weitergegeben wurden, aufgespürt und einem großen Publikum zugänglich gemacht. So gilt sie deshalb auch als herausragende Stimme der sephardischen Musik!

Mrz
8
So
Über Liebe, Verlust, Hoffnung und Freude @ TIETZ, Neue Sächsische Galerie
Mrz 8 um 11:00

Donna Morein und Jeffrey Goldberg

Die amerikanische Künstlerin Donna Morein und der amerikanische Künstler Jeffrey Goldberg präsentieren das reiche Erbe der europäischen Lied-Tradition sowie zeitgenössiche Lieder und das „American Jewish Songbook“ in einem Programm universaler Emotionen wie Liebe, Verlust, Hoffnung und Freude. Dazu osteuropäische Lieder der Synagoge und des Alltags sowie aus der Ladino-Tradition. Diese Musik bringt oft eine Spur melancholischer Schönheit mit sich und ist gleichzeitig raffiniert und sachlich. Die beiden Künstler laden das Publikum zu einem musikalischen Eintopf ein, um Lebensvielfältigkeit zu feiern.

DONNA MOREIN debütierte an der Lyric Opera of Chicago und blickt auf eine umfangreiche Konzerttätigkeit zurück. Sie ist u.a. Preisträgerin des Internationalen Luciano Pavarotti Wettbewerbs Sie war eine langjährige Solistin der Oper Chemnitz, wo sie die große Opernpartien von Bellini, Verdi, Strauss und Wagner sang.

JEFFREY GOLDBERGs Improvisationen und seine Kompositionen reichen vom Klangheilen und Multimedia Events bis hin zu Aufträgen für das Staatstheaters Hannover – eine Oper und ein Ballett. Er lehrte u. a. an der Harvard University, der Boston Arts Academy und am New England Conservatory of Music. Seit 2009 ist er als Repetitor und Dirigent an den Theatern der Stadt Chemnitz tätig.

Esther Lorenz: Hebräische Lieder @ St. Nikolaikirche
Mrz 8 um 17:00

Mit dem Konzertprogramm „Hebräische Lieder“ präsentiert Esther Lorenz israelische und spanisch-jüdische Musikkultur. Begleitet wird sie dabei an der Gitarre von Peter Kuhz oder Hendrik Schacht.

Diese musikalische Reise durch das Judentum führt in die biblische Zeit des Segens, den Isaak irrtümlicherweise seinem zweitgeborenen Sohn Jakob zusprach („V‘yiten l‘cha“), erzählt von der Sehnsucht König Davids nach Gott, als er sich in der Wüste Juda befand (Psalm 63), zitiert die Worte zweier Geliebter aus dem Hohelied („Dodi li“) und besingt den „Abend der Rosen“ in „Erev shel shoshanim“ – ein modernes israelisches Liebeslied, das oft auf Hochzeiten gespielt und gesungen wird.

Mrz
10
Di
Wunder in schwerster Zeit @ Konzertsaal Städtische Musikschule
Mrz 10 um 19:00

Viktor Ullmann (1898 – 1944): Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. 12 Stücke für Sprecher und Klavier und Petr Eben (1929 – 2007): Sonatina semplice für Violine und Klavier – 1955 Jüdische Komponisten in deutschen Konzentrationslagern und in ständiger Todesgefahr schufen dennoch bewundernswerte künstlerisch-kreative Leistungen. Damit erhielten sie sich und den mit ihnen unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft Leidenden ein Stück Würde, Hoffnung, sogar Freude, verbunden mit einem Widerstandsgeist, der bis heute ausstrahlt. Viktor Ullmann fiel – wie viele Andere – dem Vernichtungswahn zum Opfer, während der Halbjude Petr Eben die Marter im KZ Buchenwald überstand und sich zu einem der bedeutendsten Gegenwartskomponisten unserer tschechischen Nachbarn entwickelte.

Pianistin Gabriele Ratzmann // Geigerin Ulrike Wächtler // Sprecher Marius Marx // Einführende Worte: Prof. Dr. Christoph Sramek

Mrz
11
Mi
Anfangs wollt‘ ich fast verzagen… @ Städtische Musikschule, Konzertsaal
Mrz 11 um 18:30

Musikalisch-literarisches Gespräch zwischen Felix Mendelssohn Bartholdy und Heinrich Heine

Mit Moritz Schmidt (Pianist), Mike Melzer (Texte) Heinrich Heine und Felix Mendelssohn Bartholdy – beide kannten sich und beide mochten sich nicht leiden. Beide stammen aus jüdischem Elternhaus und sind protestantisch getauft. Beide gelten auf ihrem Gebiet als große Romantiker und Stars der damaligen Kulturszene.

Heine war in den Augen von Mendelssohn Bartholdy ein linker Spinner und Phantast, aber er vertonte Heines Gedichte mehr als andere Lyriker seiner Zeit. In Felix Mendelsohn Bartholdy sah Heinrich Heine einen begabten Höfling, der die Ideale seines Großvaters (Moses Mendelssohn), die Aufklärung, verriet. Wir wollen nun beide auf ihrem Gebiet, Musik und Lyrik, zum Klingen bringen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen in Kooperation mit der Städtischen Musikschule Chemnitz