Programm 2020

Feb
25
Di
Nelly Sachs @ Lila Villa
Feb 25 um 19:30

Nobelpreisträgerin für Literatur

Leonie („Nelly“) Sachs (1891 – 1970), einzige Tochter jüdischer Eltern, schrieb schon als Kind Gedichte und Märchen. Als junge Schriftstellerin konnte sie den Nationalsozialisten knapp entwischen und nach Schweden fliehen. Nelly Sachs thematisierte u.a. Krieg und Judenverfolgung. Die Germanistin Ilse Nagelschmidt stellt in ihrer Lesung das Werk der Nobelpreisträgerin vor und zeichnet deren Lebensweg nach.

Feb
27
Do
Leben am toten Meer – Führung @ SMAC
Feb 27 um 17:00
Leben am toten Meer - Führung @ SMAC

Es ist eine Weltpremiere: Noch nie gab es in Deutschland, Europa oder darüber hinaus eine Ausstellung über die Archäologie und Geschichte rund um das Tote Meer.

Die Sonderausstellung „Leben am Toten Meer“ stellt diese einzigartige Kulturlandschaft entlang der Themenpfade Natur & Lebensgrundlagen, Wellness, Mobilität, Siedlungen & Zufluchtsorte, Krieg & Frieden sowie Kult & Religion vor. Außerdem gewährt die Ausstellung Einblicke in die Geschichte der archäologischen Erforschung und der einzigartigen Textilfunde.

Teilnahme kostenfrei und ohne Anmeldung. Sie zahlen nur den Eintritt in die Sonderausstellung.

Ausstellung
Di – So und an Feiertagen 10-18 Uhr
Do 10-20 Uhr
Mo geschlossen (außer an Feiertagen)

Das Tote Meer in der Bibel @ SMAC
Feb 27 um 18:00
Das Tote Meer in der Bibel @ SMAC

Strafe für Sünden – Symbol für eine heilvolle Zukunft

Referent Prof. Dr. Wolfgang Zwickel, Evangelisch-Theologische Fakultät an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Obwohl das Tote Meer völlig abgelegen in einer lebensfeindlichen Welt liegt, werden Orte und Handlungen an seinen Ufern überraschend häufig in der Bibel erwähnt. Sodom und Gomorrha sind dabei ebenso gut bekannt wie die Landnahme Israels, die mit der Eroberung Jerichos verbunden ist. Aber auch viele weniger bekannte Texte erzählen Spannendes und Aufregendes von dieser Gegend, Unheilstaten kommen ebenso vor wie Heilsgeschichten. Der Vortrag will einerseits in die Geschichte des Toten Meeres einführen, aber auch einige der sehr vielfältigen Texte anschaulich erläutern.

Hinweis: Für Träger*innen von Hörhilfen ist eine Induktionsschleife im Vortragssaal verlegt.

Sonderausstellung „Leben am Toten Meer“

Feb
29
Sa
Leben am toten Meer – Führung @ SMAC
Feb 29 um 15:00
Leben am toten Meer - Führung @ SMAC

Es ist eine Weltpremiere: Noch nie gab es in Deutschland, Europa oder darüber hinaus eine Ausstellung über die Archäologie und Geschichte rund um das Tote Meer.

Die Sonderausstellung „Leben am Toten Meer“ stellt diese einzigartige Kulturlandschaft entlang der Themenpfade Natur & Lebensgrundlagen, Wellness, Mobilität, Siedlungen & Zufluchtsorte, Krieg & Frieden sowie Kult & Religion vor. Außerdem gewährt die Ausstellung Einblicke in die Geschichte der archäologischen Erforschung und der einzigartigen Textilfunde.

Teilnahme kostenfrei und ohne Anmeldung. Sie zahlen nur den Eintritt in die Sonderausstellung.

Ausstellung
Di – So und an Feiertagen 10-18 Uhr
Do 10-20 Uhr
Mo geschlossen (außer an Feiertagen)

ERÖFFNUNG der 29. Tage der jüdischen Kultur @ Schauspielhaus
Feb 29 um 19:30
ERÖFFNUNG der 29. Tage der jüdischen Kultur @ Schauspielhaus

Koyaanisqatsi

Am Anfang waren Himmel und Erde, Licht und Wasser, Wiesen und Bäume, Tag und Nacht, Gewürm und Getier – und das war gut so. Dann kam der Mensch, der da herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde. Heute sehen wir uns an, was wir gemacht haben. Und siehe da, es war…

„Leben im Ungleichgewicht“, was Koyaanisqatsi in der Sprache der Hopi Indianer bedeutet, war der erste Film einer Trilogie (Powaqqatsi/Naqoyqatsi), der 1982 mit der Musik von Philip Glass auf eindrucksvolle, bildgewaltige Weise aufzeigt, wie sehr sich das Leben unserer Zivilisation von der Natur des Menschen entfernt zu haben scheint.

Die Crew des Fritz Theaters möchte Sie mit ihren Amateuren und Mitgliedern mitnehmen auf unsere spannende Reise, vom Urknall bis zur modernen Zivilisation. Mit Licht, Musik und dem Experimentieren mit möglichen Formen des körperlichen und verbalen Ausdrucks, wagen wir eine, alle Sinne berührende, Annäherung an dieses Thema.

Adrienne Haan präsentiert Tehorah (טהורה) @ Schauspielhaus
Feb 29 um 21:00
Adrienne Haan präsentiert Tehorah (טהורה) @ Schauspielhaus

Tehorah (טהורה), das auf Hebräisch „rein“ bedeutet, ist eine herzzerreißende, vielversprechende musikalische Geschichte über Krieg, Verlust, Hoffnung, Liebe und Vergebung. Die Soirée enthält deutsche, jiddische und hebräische Lieder, die ausschließlich von jüdischen Kompositen und Lyrikern komponiert und betextet wurden, sie ist aber gleichzeitig ein historisch-poetisches Portrait. Ur-aufgeführt in der berühmten New Yorker Carnegie Hall, gedenkt man mit diesem Konzert an das Ende des Holocausts vor 75 Jahren.

Adrienne Haan (Gesang, Drehbuch, Musikalische Leitung)
Benjamin Schaefer (Klavier)

Die deutsch-luxemburgische Sängerin Adrienne Haan ist eine Absolventin der American Academy Of Dramatic Arts in NY und hat ein Master Degree in Angewandten Sprachwissenschaften von der St. Mary’s Universität in London. Sie ist weltweit mit ihren mittlerweile 14 Programmen 10 sprachig unterwegs, schreibt, produziert und tritt mit großen Orchestern, Big Bands sowie mit kleineren Ensembles auf. Ihre Premiere feierte sie mit Tehorah in der New Yorker Carnegie Hall. Von den New York Times als „Spitzenentertainerin vom höchsten Kaliber“ zitiert, setzt sie sich als Künstlerin für die Verständigung zwischen den Völkern ein. Adrienne lebt in New York City.

www.adriennehaan.com

Mrz
1
So
Steine und Namen @ Jüdischer Friedhof
Mrz 1 um 11:00

Kulturhistorische Führung über den Jüdischen Friedhof mit Dr. Jürgen Nitsche

Thema: „Kinderschicksale. Eine Spurensuche
in der Abteilung E (Kindergräber)“
Dieses Jahr geht es vor allem um Schicksale
von Kindern, die zwischen 1878 und
1942 in Chemnitz und Umgebung starben
und hier in einer eigenen Abteilung zur
letzten Ruhe gebettet wurden. Darüber
hinaus sollen die Namen der jüdischen
Kinder verlesen werden, die in den Jahren
1942 bis 1945 Opfer der Shoah wurden.

Die Herren werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Denkfabrik Theater: „… daß früh schon in uns allen brennt, / das, was man den Faschismus nennt“ @ Schauspielhaus
Mrz 1 um 15:00

Klaus Theweleits »Männerphantasien« gehören zu den wichtigsten Büchern zur psychologischen Struktur des Faschismus. Faschismus ist, so Theweleits zentrale These, keine Ideologie; es ist vielmehr eine Weise, durchs pathologische Verhältnis zum eigenen Körper Wirklichkeit herzustellen. Auf dieser pathologischen Wirklichkeitsproduktion können dann Ideologien verschiedener politischer Couleur aufsitzen. Insofern ist keiner von uns geschützt vor dem, was »früh schon in uns allen brennt / das, was man den Faschismus nennt« (Hanns-Dieter Hüsch). Im November 2019 ist eine neue Ausgabe von »Männerphantasien« herausgekommen, vermehrt um ein langes Nachwort, in dem Klaus Theweleit auf aktuelle Erscheinungsformen des Faschismus Bezug nimmt. Kurz davor, im September 2019, ist von dem Chemnitzer Literaturwissenschaftler und Kulturschaffenden Wolfram Ette das Buch »Das eigensinnige Kind« erschienen. In einer weitgespannten Auseinandersetzung mit dem Grimmschen Märchen gleichen Titels und in Anlehnung an Theweleits Faschismusanalyse geht er der Frage nach, was für persönliche und politische Konsequenzen die Niederschlagung kindlichen Eigensinns mit sich bringt. Angesichts eines sich gesamtgesellschaftlich wieder verstärkenden Antisemitismus sind dies genügend Gemeinsamkeiten, um Klaus Theweleit, Wolfram Ette und Egmont Elschner miteinander ins Gespräch zu bringen.

Eine Kooperation mit dem Freien Institut für Bildung e.V. und den Theatern Chemnitz.

Shira Bazibur @ Jüdische Gemeinde
Mrz 1 um 15:30

Lasst uns zusammen singen mit Igor Ginsburg (Berlin)

Mit Freunden und Verwandten zu singen, ist eine alte internationale Tradition. Juden singen, singen an Schabbat, singen an Feiertagen, singen vor Freude und vor Wehmut. Wir laden Sie und Ihre Freunde ein, gemeinsam mit uns und einem wunderbaren Musiker, Igor Ginzburg, jüdische, israelische, russische und deutsche Lieder zu singen.

Igor Ginzburg hat Musik an einer Musikhochschule in der ehemaligen UdSSR studiert, hat in mehreren Orchestern in der Ukraine und Israel gespielt, jetzt unterrichtet er Musik in Berlin.

Führung durch die Synagoge @ Synagoge
Mrz 1 um 17:30

Frau Dr. Röcher – die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Chemnitz und jüdische Religionslehrerin für Sachsen zeigt die Synagoge und ihre Bedeutung im Gottesdienst, erläutert die Jahresfeste und beantwortet Fragen.

Die Herren werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.