Programm 2019

Mrz
3
So
Tora lernen @ Jüdisches Gemeindezentrum
Mrz 3 um 16:00

Wir lesen gemeinsam Texte aus dem 1. Buch Moses zum Thema „Noahs Schweigen“. Bitte eine Bibel und Männer eine Kopfbedeckung mitbringen.

Anmeldung erforderlich: Ev. Forum 0371-4005612

Eine Kooperation des Evangelischen Forums und der Jüdischen Gemeinde Chemnitz im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur.

Mrz
4
Mo
Verleihung des Chemnitzer Friedenspreises 2019 @ Rathaus, Stadtverordnetensaal
Mrz 4 um 18:00

Der Chemnitzer Friedenspreis wird unter der Schirmherrschaft des Bürgervereins „FUER CHEMNITZ“ e.V., in Zusammenarbeit mit der Migrationsbeauftragten der Stadt, Etelka Kobuß, verliehen.

Musikalische Umrahmung durch die Städtische Musikschule Chemnitz. Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang.

Mit freundlicher Unterstützung durch: Rotary Club Chemnitz und eins Energie in sachsen GmbH & Co. KG

www.bv-fuer-chemnitz.de

Mrz
5
Di
Jean Molitor: bau1haus – Ausstellungseröffnung @ SMAC, Foyer
Mrz 5 um 18:00

Die Moderne in Chemnitz und der Welt

Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus zeigen wir in 50 Architekturfotografien des Berliner Fotografen Jean Molitor die Schönheit des Bauens der Moderne.

Ein Schwerpunkt liegt auf einem ihrer wichtigsten Vertreter: dem Architekten des Kaufhaus Schocken Erich Mendelsohn (1887-1953). Molitors Bilder zeigen die Ästhetik der klaren Linien, der geschwungenen Gebäudefronten und gläsernen Ecken, der Flachdächer und großzügigen Verglasungen.

Zur Eröffnung ist eine Anmeldung erforderlich: info@smac.sachsen.de

Ausstellung vom 06.03. bis 05.05.19

Der Zugang zum Foyer und zur Foyerausstellung ist kostenfrei.

Mrz
9
Sa
a wie Architektur @ SMAC
Mrz 9 um 14:00

Öffentliche Führung zur Geschichte des Kaufhaus Schocken

Das spektakuläre Gebäude mit der gebogenen Fassade ist heute Sitz des sächsischen Archäologiemuseums smac. Neben der archäologischen Dauerausstellung widmen sich drei Ausstellungsbereiche der bewegten Geschichte des Kaufhauses. 1927 entworfen von dem international renommierten Architekten Erich Mendelsohn im Auftrag des Warenhauskonzerns der Gebrüder Schocken nahm es sich inmitten der damaligen Gründerzeitbebauung wie ein extra-terrestrisches Objekt aus. Die Führung zu dem Architekten Erich Mendelsohn, zum Warenhauskonzern Schocken und zu Konzernbegründer Salman Schocken berichtet von Visionen und Tatendrang – aber sie versinnbildlicht auch die deutsch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Teilnahme kostenfrei. Sie zahlen nur den Museumseintritt

 

Eröffnung der 28. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz 2019 @ Kunstsammlungen Chemnitz
Mrz 9 um 19:30
Eröffnung der 28. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz 2019 @ Kunstsammlungen Chemnitz

Heimat – Ort der Sehnsucht – Ort der Verzweiflung

Die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig eröffnet die Tage – Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht zum Motto
Max Liebermann – Zeichnungen und Grafiken (Ausstellungseröffnung)

Max Liebermann (1847-1935) zählt zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten der Jahrhundertwende und gilt als einer der Wegweiser der modernen deutschen Malerei. Er entstammt einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie und stirbt 1935 von den Nationalsozialisten verfemt.

Anlässlich der Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz erstmals eine repräsentative Auswahl von etwa 40 Werken ihres umfangreichen Bestandes an Liebermann-Grafiken. Generaldirektor Frédéric Bußmann führt in die Ausstellung ein. In der Grafischen Sammlung der Kunstsammlungen Chemnitz befinden sich heute drei Zeichnungen, 68 Radierungen und Lithografien sowie vier Bücher mit Originalgrafiken von Max Liebermann. Grafische Werke Liebermanns wurden schon früh in die Chemnitzer Sammlung aufgenommen: 1907 wurde die erste Zeichnung des Künstlers angekauft. Der überwiegende Teil der Blätter kam in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts in die Sammlung, darunter elf Druckgrafiken, die Max Liebermann der Städtischen Kunstsammlung 1922 schenkte.

Wenn mich einer fragte @ Puppentheater Chemnitz
Mrz 9 um 20:00

Ein Stück über Stefan Heym und Chemnitz

Der Schriftsteller, Politiker und Publizist Stefan Heym wurde 1913 als Helmut Flieg in Chemnitz geboren. Wegen der Veröffentlichung eines antimilitaristischen Gedichts flog er vom Gymnasium, musste Chemnitz verlassen und floh 1933 vor den Nazis nach Prag, wo er sich sein Pseudonym Stefan Heym zulegte. 1935 emigrierte er in die USA und begann als Schriftsteller, Journalist und Redakteur zu arbeiten. Als Soldat der U.S. Army kehrte Heym 1945 auf der Suche nach dem Grab seines Vaters erstmals wieder in das zerbombte Chemnitz zurück und übersiedelte Anfang der 50er Jahre in Folge der McCarthy-Ära schließlich nach Ostberlin.

Klavierkonzert zu Comics @ Kunstsammlungen Chemnitz
Mrz 9 um 21:00

Der Comic-Klavierabend des in Deutschland lebenden israelischen Komponisten und Pianisten Itay Dvori stellt Comic‐Werke aus und über Israel in den Fokus.

Das Programm öffnet damit ein Fenster zu aktueller Zeichenkunst und Musik aus Israel, die in Dialog mit deutschen Werken zum Thema Israel treten. Die Vertonungen, die zum Teil komponiert und zum Teil improvisiert sind, werden live mit einer Projektion der Bilder der Graphic Novels aufgeführt.

Mrz
10
So
Steine und Namen @ Jüdischer Friedhof
Mrz 10 um 11:00

Kulturhistorische Führung über den Jüdischen Friedhof mit Dr.  Jürgen Nitsche

Thema: „Private Jüdische Volksschule“. Eine Spurensuche anlässlich ihrer Gründung vor 80 Jahren

Diesmal geht es um die Private Jüdische Volksschule (1939-1942). Die Schule entstand vor 80 Jahren dank der Unterstützung der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland. Der Unterricht fand nicht nur in dem Jüdischen Gemeindehaus Zöllnerstraße 6 statt, sondern auch auf dem Jüdischen Friedhof.

Die Herren werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Adina Key – Ausstellungseröffnung @ Jüdische Gemeinde
Mrz 10 um 15:00

Adina Key ist wiederum Künstlerin aus Kiryat Bialik, die in der jüdischen Gemeinde Chemnitz ausstellt. Die Tage der jüdischen Kultur setzen damit die Kooperation mit der Stadt fort, die seinerzeit von deutschen Einwanderern gegründet wurde. Adina Kay wurde 1954 in Rumänien geboren. Ihre Eltern immigrierten infolge antisemitischer Anfeindungen in den sechziger Jahren nach Israel, wo sie 1964 im Kibbutz Yaguar in der Nähe von Haifa ein neues Zuhause fanden. Adina Kay ist studierte Kunsttherapeutin, Kuratorin und Kunstlehrerin. Sie hat sich im Bereich psychotherapeutischer Traumabewältigung weitergebildet und hat als Künstlerin bereits u.a. in Haifa, Berlin, Jerusalem und Tel Aviv ausgestellt.

Das Thema Flucht und Migration ist für ihr Denken und Fühlen sehr bestimmend gewesen. Durch ihre persönliche Emigrationsgeschichte ist sie sich bewusst über die Komplexität und die traumatisierenden Umstände mit denen Geflüchtete umzugehen haben, ganz besonders wenn es sich dabei noch um Kinder handelt. Kunst ist für sie der emphatische Zugriff sowohl auf ihre eigene Geschichte, wie auch Schlüssel zum Verständnis der Schicksale so vieler anderer umherirrender, schutzsuchender Menschen heute. Wir freuen uns die jüngsten Werke dieses Schaffenskomplexes in Chemnitz präsentieren zu dürfen.

Shira Bazibur – Last uns zusammen singen mit Igor Ginzburg (Berlin) @ Jüdische Gemeinde
Mrz 10 um 16:00

Mit Freunden und Verwandten zu singen, ist eine alte internationale Tradition. Juden singen auch, singen an Schabbat, singen an Feiertagen, singen vor Freude und vor Wehmut. Wir laden Sie und Ihre Freunde ein, gemeinsam mit uns und einem wunderbaren Musiker, Igor Ginzburg, jüdische, israelische, russische und deutsche Lieder zu singen.

Igor Ginzburg hat Musik an einer Musikhochschule in der ehemaligen UdSSR studiert, hat in mehreren Orchestern in der Ukraine und Israel gespielt, jetzt unterrichtet er Musik in Berlin. Nach 150 Jahren musikalischer Weltreise durch vier Kontinente ist die Ginzburg-Dynastie „back to the roots“! Zurück in der historischen Heimat schlägt die Familie eine musikalische Brücke zwischen der jahrhundertealten Tradition und der Moderne.

Musikalisch ist für jedermann etwas dabei: Osteuropäischer Klezmer, Swing, Jiddisch-Cabaret, Oriental-Pop und feinster Jazz. Die Kunst des Klezmers wurde in der Familie seit Generationen von Vater zum Sohn weitergegeben. Durch eine professionelle Qualifizierung und ständige Engagements in Sinfonie-Orchestern, Musicals, Big Bands und Pop-Bands entstand eine Klezmermusik, die jedes Publikum umhaut.

Die Familie Ginzburg ist eine Klezmer-Dynastie in der sechsten Generation. Jahrhundertelang spielten sie in den verschiedensten Ländern, auf Veranstaltungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und präsentieren heute „die Kunst der Klezmorim“ im Herzen Europas als die einzige Klezmer-Dynastie.

Die Ginzburgs sind echte Klezmorim! (Giora Feidman)