Programm 2019

Mrz
23
Sa
Jean Molitor: bau1haus – Ausstellung @ SMAC, Foyer
Mrz 23 um 10:00 – 18:00

Die Moderne in Chemnitz und der Welt

Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus zeigen wir in 50 Architekturfotografien des Berliner Fotografen Jean Molitor die Schönheit des Bauens der Moderne.

Ein Schwerpunkt liegt auf einem ihrer wichtigsten Vertreter: dem Architekten des Kaufhaus Schocken Erich Mendelsohn (1887-1953). Molitors Bilder zeigen die Ästhetik der klaren Linien, der geschwungenen Gebäudefronten und gläsernen Ecken, der Flachdächer und großzügigen Verglasungen.

Eröffnung am 05.03.19, 18.00 Uhr (Anmeldung erforderlich: info@smac.sachsen.de)

Der Zugang zum Foyer und zur Foyerausstellung ist kostenfrei.

„Über den Rand geschaut“ – Aquarelle, Grafiken und Malerei @ Lehmanns Café
Mrz 23 um 11:00 – 22:00
„Über den Rand geschaut“ – Aquarelle, Grafiken und Malerei @ Lehmanns Café

Ausstellung von Uwe Mücklausch, Berlin

Uwe Mücklausch ist neben und im Rahmen seiner Arbeit als Architekt und freischaffender Künstler viel auf Reisen, vor allem aus Israel und anderen Landern des Nahen Ostens aber auch vielen anderen Grosstadten der Welt hat er sich inspirieren lassen, Wesentliches zu erkunden und zu fixieren.

Ausstellungsgesprach am 21. März 2019, 19:30 Uhr.

„Vom Heiligen Land“
Mrz 23 um 11:00 – 15:00

Ausstellung Sigrid Noack

Tafelbilder und Arbeiten auf Papier und eine Terrakotta-Plastik

Die Wüste, ein Ort der Einsamkeit und Selbstfindung. Die Wüste, ein Ort göttlicher Offenbarung. Sonne, Steine, Sand und Staub. Diffus ist das leuchtende Blau des Taghimmels. Die Hitze punktiert den Himmel und macht die Landschaft schwanken. Der schwere Nachthimmel bringt die Sterne zum Blitzen und rückt näher. Hier ist Leben nur minimal möglich. Die Landschaft prägt die Menschen. Vierzig Jahre Wüste: Von Generation zu Generation bauen sich Sehnsüchte auf nach Sesshaftigkeit, fruchtbarem Land, ein wenig Annehmlichkeit. Höhlen, die Orte der Zuflucht gegen jegliche Unbill sind auch Heimstatt der Menschen. In Qumran am Toten Meer vertrauen sie ihnen auch ihr Kostbarstes an; Auf Ostraka, Papyrus und Pergamenten überlieferten sie ihre Gesetze, Abschriften von Texten, die ihnen heilig waren und die Kunde vom eigenen Sein.

In dieser unwirtlichen Natur wird die Versammlung weniger Bäume zur Oase und die Oase zum Fragment des Gelobten Landes. Der hartnäckig beharrende Ölbaum wird zum Symbol der Schönheit und des Friedens. Langsam wachsend und in bizarren Formen überdauert er mehrere Menschenleben. Die blaugraue Aloe verspricht Heilung und die Palme ist Symbol des Gerechten. Trotz Stein und Geröll ist Gethsemane ein Garten. Verschlossen wirkt der See Genezareth, als wollte er nichts von sich preisgeben. Fremd stehen die Segel auf dem Wasser. Das Salzmeer gleicht einer zähen türkisfarbenen Masse. Unwirklich, phantastisch und geheimnisvoll wachsen seine Salze zu Figurationen. Zwei Wegweiser holen die Geschichte in die Gegenwart: Sodom und Gomorrha.

Ausstellungseröffnung am 14.03.2019 um 18:00 Uhr zur Vesper mit Musik.

Die St. Jakobikirche ist täglich von 11–15 Uhr geöffnet, dienstags bis donnerstags von 11–18 Uhr.

Kooperationsveranstaltung der St. Jakobi-Johannis-Kirchgemeinde und des Evangelischen Forums.

a wie Architektur @ SMAC
Mrz 23 um 14:00

Das spektakuläre Gebäude mit der gebogenen Fassade ist heute Sitz des sächsischen Archäologiemuseums smac. Neben der archäologischen Dauerausstellung widmen sich drei Ausstellungsbereiche der bewegten Geschichte des Kaufhauses. 1927 entworfen von dem international renommierten Architekten Erich Mendelsohn im Auftrag des Warenhauskonzerns der Gebrüder Schocken nahm es sich inmitten der damaligen Gründerzeitbebauung wie ein extra-terrestrisches Objekt aus. Die Führung zu dem Architekten Erich Mendelsohn, zum Warenhauskonzern Schocken und zu Konzernbegründer Salman Schocken berichtet von Visionen und Tatendrang – aber sie versinnbildlicht auch die deutsch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Let there be bridges not borders – Internationale Hip Hop-Nacht @ weltecho
Mrz 23 um 22:00

Wir bringen die israelische Rap Band Pele Ozen, die arabisch-muttersprachige Rapperin Safaa Hathot und den DJ Ramzy Al Spinoza nach Chemnitz um gemeinsam mit Chemnitzer Rapper*innen, Musiker*innen und DJs zu musizieren, sich auszutauschen und einen fulminanten Abend im Zeichen von Poesie, Vokalakrobatik, Beats und Bass zu gestalten. In all der Liebe vereinen uns doch die Gemeinsamkeiten, wie die Liebe zum Groove, eine positive Haltung dem Leben gegenüber, der Anspruch Ungerechtigkeit zu bekämpfen und für ein gutes Leben für alle einzustehen… in welchem Medium ließe sich das besser ausdrücken als in der universellen musikalischen Sprache der Straße.

Mrz
24
So
Jean Molitor: bau1haus – Ausstellung @ SMAC, Foyer
Mrz 24 um 10:00 – 18:00

Die Moderne in Chemnitz und der Welt

Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus zeigen wir in 50 Architekturfotografien des Berliner Fotografen Jean Molitor die Schönheit des Bauens der Moderne.

Ein Schwerpunkt liegt auf einem ihrer wichtigsten Vertreter: dem Architekten des Kaufhaus Schocken Erich Mendelsohn (1887-1953). Molitors Bilder zeigen die Ästhetik der klaren Linien, der geschwungenen Gebäudefronten und gläsernen Ecken, der Flachdächer und großzügigen Verglasungen.

Eröffnung am 05.03.19, 18.00 Uhr (Anmeldung erforderlich: info@smac.sachsen.de)

Der Zugang zum Foyer und zur Foyerausstellung ist kostenfrei.

„Über den Rand geschaut“ – Aquarelle, Grafiken und Malerei @ Lehmanns Café
Mrz 24 um 11:00 – 22:00
„Über den Rand geschaut“ – Aquarelle, Grafiken und Malerei @ Lehmanns Café

Ausstellung von Uwe Mücklausch, Berlin

Uwe Mücklausch ist neben und im Rahmen seiner Arbeit als Architekt und freischaffender Künstler viel auf Reisen, vor allem aus Israel und anderen Landern des Nahen Ostens aber auch vielen anderen Grosstadten der Welt hat er sich inspirieren lassen, Wesentliches zu erkunden und zu fixieren.

Ausstellungsgesprach am 21. März 2019, 19:30 Uhr.

„Vom Heiligen Land“
Mrz 24 um 11:00 – 15:00

Ausstellung Sigrid Noack

Tafelbilder und Arbeiten auf Papier und eine Terrakotta-Plastik

Die Wüste, ein Ort der Einsamkeit und Selbstfindung. Die Wüste, ein Ort göttlicher Offenbarung. Sonne, Steine, Sand und Staub. Diffus ist das leuchtende Blau des Taghimmels. Die Hitze punktiert den Himmel und macht die Landschaft schwanken. Der schwere Nachthimmel bringt die Sterne zum Blitzen und rückt näher. Hier ist Leben nur minimal möglich. Die Landschaft prägt die Menschen. Vierzig Jahre Wüste: Von Generation zu Generation bauen sich Sehnsüchte auf nach Sesshaftigkeit, fruchtbarem Land, ein wenig Annehmlichkeit. Höhlen, die Orte der Zuflucht gegen jegliche Unbill sind auch Heimstatt der Menschen. In Qumran am Toten Meer vertrauen sie ihnen auch ihr Kostbarstes an; Auf Ostraka, Papyrus und Pergamenten überlieferten sie ihre Gesetze, Abschriften von Texten, die ihnen heilig waren und die Kunde vom eigenen Sein.

In dieser unwirtlichen Natur wird die Versammlung weniger Bäume zur Oase und die Oase zum Fragment des Gelobten Landes. Der hartnäckig beharrende Ölbaum wird zum Symbol der Schönheit und des Friedens. Langsam wachsend und in bizarren Formen überdauert er mehrere Menschenleben. Die blaugraue Aloe verspricht Heilung und die Palme ist Symbol des Gerechten. Trotz Stein und Geröll ist Gethsemane ein Garten. Verschlossen wirkt der See Genezareth, als wollte er nichts von sich preisgeben. Fremd stehen die Segel auf dem Wasser. Das Salzmeer gleicht einer zähen türkisfarbenen Masse. Unwirklich, phantastisch und geheimnisvoll wachsen seine Salze zu Figurationen. Zwei Wegweiser holen die Geschichte in die Gegenwart: Sodom und Gomorrha.

Ausstellungseröffnung am 14.03.2019 um 18:00 Uhr zur Vesper mit Musik.

Die St. Jakobikirche ist täglich von 11–15 Uhr geöffnet, dienstags bis donnerstags von 11–18 Uhr.

Kooperationsveranstaltung der St. Jakobi-Johannis-Kirchgemeinde und des Evangelischen Forums.

Heimat – Ort der Sehnsucht, Ort der Verzweiflung @ Jüdische Gemeinde
Mrz 24 um 11:00

Seminar zum Motto 2019

Änderung: Frau Prof. Dr. Julia Bernstein musste leider aus persönlichen Gründen absagen. Es werden Impulse von Herrn Dr. Thomas Feist, dem gerade berufenen Beauftragten für jüdisches Leben in Sachsen, von Frau Etelka Kobuß, der Integrationsbeauftragten der Stadt Chemnitz, von Prof. Dr. Rafi Wertheim, Kiryat-Bialik Israel und von Frau Dr. Ruth Röcher, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Chemnitz gegeben. Anschließend Diskussion. Moderation: Egmont Elschner

Prof. Dr. Julia Bernstein und Prof. Dr. Rafi Wertheim werden in das Thema einführen. Insbesondere Chemnitzer Erfahrungen sollen den Hintergrund der Diskussionen abgeben, die auch die Beiträge während der 28. Tage der jüdischen Kultur einbringen.

Prof. Dr. Julia Bernstein hat die Professur für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurter University of Applied Sciences. Sie erhielt den Scardigli-Preis: Was bedeutet es, als jüdisch-russischer Migrant im Ausland zu leben? Die Kulturanthropologin Dr. Julia Bernstein untersucht diese Frage aus der Perspektive von Konsumgewohnheiten und Alltagsleben russisch-jüdischer Migranten in Deutschland und Israel. Insbesondere die Einkaufs- und Essgewohnheiten nimmt sie als herausragende Praktiken symbolischer Welterschließung und Identitätssicherung in den Blick. Die in Israel geborene Forscherin prüft in ihrer faszinierenden Forschungsarbeit Begriffe wie „Zuhause für Einwanderer“, „Heimat“, „kulturelle Werte des Migranten“, und „Integration“ und definiert diese neu. Sie zeigt, wie Migranten die Widersprüche ihrer multiplen Identitäten bewältigen, was es beispielsweise heißt, ex-sowjetisch siegreich, jüdisch und Holocaustopfer, hochqualifiziert und Sozialhilfeempfänger in Deutschland zu sein. Anhand der Ess- und Konsumgewohnheiten entwirft sie das Bild einer reichhaltigen sozialen Wirklichkeit.

Prof. Dr. Rafi Wertheim hat zweifelsohne Kiryat Bialik zur Heimat, ist aber in der ganzen Welt zu Hause, ständig von Universität zu Institut, von Auftrag zu Auftrag unterwegs. Er ist Mitglied im Vorstand der jüdischen Gemeinde Chemnitz, er war Bürgermeister in Kiryat Bialik.

Helmut Flieg – eine Jugend in Chemnitz @ Trefpunkt: Gerhart-Hauptmann-Platz 13
Mrz 24 um 14:00

Die Führung geht den täglichen Wegen und Lebensstationen des jungen Stefan Heym nach – von der elterlichen Wohnung zur Grundschule, zur Synagoge, zum Gymnasium. Lesepassagen aus seiner 1988 erschienenen Autobiografie „Nachruf “ ergänzen diesen literarischen Stadtrundgang.

Gästeführerin: Grit Linke

Eintritt frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich!