Programm 2012

Veranstaltungen zu den Tagen der Jüdischen Kultur

Samstag, 3. März

19:30 Uhr
Neue Sächsische Galerie

Ausstellung bis 20. Mai

Eintritt frei

Judah Passow "Shattered Dreams"
Fotografien aus Palästina und Israel

Judah Passow fotografiert seit 1978 für Zeitungen und Zeitschriften in Europa und Amerika. Seine Aufnahmen wurden u.a. in London, Amsterdam, Paris, Tel Aviv, Washington und New York ausgestellt. Für sein Werk erhielt er viermal den World Press Photo Award.

Der Fotograf ist zur Eröffnung anwesend.

 

Samstag, 3. März

21:30 Uhr
Neue Sächsische Galerie

Konzert

Eintritt frei

KumZitz - Konzert
Rabbiner Zsolt Balla und Rabbiner Dani Fabian

Gesänge und Erzählungen fordern "Komm und setz Dich!"

Zwei Rabbiner aus Leipzig und Berlin spielen auf zur Eröffnung der 21. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz.

⇓ mehr

 

Sonntag, 4. März

11:00 Uhr
Jüdischer Friedhof

Führung

Eintritt frei

Die Herren werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Steine und Namen - auf den Spuren jüdischer Ärzte aus Chemnitz
Kulturhistorische Führung mit Dr. Jürgen Nitsche

Am Laubengang, westlich des Stadtzentrums in Altendorf, befindet sich der Friedhof der jüdischen Gemeinde Chemnitz. Errichtet wurde er im Mai 1878 als Israelitischer Friedhof. Vor über 125 Jahren hatte sich der erste jüdische Arzt in Chemnitz niedergelassen. Dr. Leo Graswald, der seine Arztpraxis in Gablenz hatte, starb im Oktober 1904. Sein Tod wird zum Anlass genommen, um Grabstätten jüdischer Ärzte auf dem Gemeindefriedhof aufzusuchen.

 

Sonntag, 4. März

13:00-17:00 Uhr
schoenherr.fabrik

Kosten: 20 € p.P.

Anmeldung bis zum 17. Februar unter Tel. 0371 / 77 21 83

"Schritt für Schritt" - Israelische Tänze für Anfänger

Renate Frank-Bayer
(Dozentin für Meditation des Tanzes/Sacred Dance)

 

Sonntag, 4. März

14:00 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum

Eintritt frei

Jüdisches Gemeindeleben für Kinder erklärt

Eine spielerische Einführung in das Chanukkafest mit Geschichten, Tänzen, Basteln und einer Kostprobe jüdischer Rezepte; 14:30 und 15:30 Uhr wird jeweils eine Gruppe durch die Synagoge geführt; männliche Besucher bitte eine Kopfbedeckung aufsetzen.

Leitung: Renate Aris, Dorothee Lücke

Gemeinsame Veranstaltung von Jüdischer Gemeinde und Evangelischem Forum

 

Sonntag, 4. März

15:00 Uhr
Neue Sächsische Galerie

Lesung und Gespräch

Eintritt frei

"Fremder Feind, so nah"
Begegnungen mit Palästinensern und Israelis
Alexandra Senfft

"Frieden zwischen Palästinensern und Israelis ist keine Utopie", sagt die Nahostexpertin Alexandra Senfft und belegt mit zahlreichen Beispielen, dass Verständigung möglich ist. Auf ihrer sehr persönlichen Reise durch Israel und die palästinensischen Gebiete hat sie Menschen getroffen, die über innere und äußere Grenzen hinweg, einen konstruktiven und gleichberechtigten Dialog führen.

Das 2009 in der Edition Körber-Stiftung erschienene Buch enthält Fotografien von Judah Passow. Im Anschluss an die Lesung führt der Fotograf durch seine Ausstellung "Shattered Dreams".

⇓ mehr

 

Sonntag, 4. März

19:00 Uhr
Jüdische Gemeinde

Konzert

Inhale - Exhale (Einatmen - Ausatmen)
Konzert mit Amir Gwitzmann, Tel Aviv und Jeffrey Goldberg, Chemnitz

Amir Gwitzmann ist ein besonderer Musiker, er beherrscht ca. 25 verschiedene Instrumente. Unter anderen: Saxophone, Klarinetten, Flöten (indische, irische, vietnamesische, arabische und chinesische), Zornas, Duduk, Arghul, Quena, Piri und Shofar.
2009 entwickelte Amir Gwitzmann dieses Solo-Programm für einen Musiker und 25 Instrumente. Seit 28 Jahren steht er nun bereits auf der Bühne. Er spielte nicht nur zu Hause in Israel sondern auch in den USA, China, Südamerika, Armenien, Ungarn, Polen, Kroatien und Bulgarien.

⇓ mehr

 

Sonntag, 4. März

19:30 Uhr
Evangelisches Forum

Eintritt frei

Einführung in die jiddische Sprache

Jiddisch zählt zu den selbstständigen, voll ausgebildeten Umgangs- und Schriftsprachen, die in Osteuropa entstanden sind. Wortschatz, Grammatik und Syntax sind eigenständig, erweisen jedoch sprachgeschichtlich die Herkunft aus dem Deutschen. Umgekehrt sind jiddische Worte in die deutsche Sprache übernommen worden wie dufte, Zoff, guten Rutsch, im Eimer sein...

⇓ mehr

 

Montag, 5. März

19:30 Uhr
Galerie ArtECK

Ausstellung bis 30. März werktags 12:00-14:00 Uhr, 16:00-18:00 Uhr und nach Vereinbarung

Eintritt frei

Gesegnet seist du - Ausstellung
Jüdische Künstler aus Chemnitz, Dresden und Lübeck

In Chemnitz bekannte Künstler stellen neue Werke aus den Genres Malerei, Grafik, Fotografie und Installationen aus.

Zur Eröffnung Livemusik und kulinarische Köstlichkeiten.

 

Dienstag, 6. März

19:30 Uhr
Frauenzentrum Lila Villa

Vortrag

Eintritt: 5/4 €

Mascha Kaleko (Foto: Archiv)

In meinen Träumen läutet es Sturm - Mascha Kaleko 1907-1975
Vortrag: Ursel Schmitz

Mit 22 Jahren eroberte die Tochter jüdischer Eltern mit ihren Gedichten Berlin. Sie gehörte dem illustren Kreis der künstlerischen Bohème an, die sich Ende der zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre im "romanischen Café" trafen, Literaten wie Tucholsky, Ringelnatz, Klabund, Else-Lasker Schüler, Erich Kästner, Walter Mehring. Ihre Lyrik reicht von der scharfen Gesellschaftssatire über Liebesgedichte bis hin zu verspielten Kindergedichten. Zu Ironie und Spott gesellen sich Sehnsucht und Melancholie und - nachdem sie 1938 ins Exil ging - auch eine tiefe Trauer über die verlorene Heimat. Zwanzig Jahre lang lebte sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn in New York. 1966 übersiedelte sie nach Israel, 1975 starb sie in Zürich. Sie gehört bis heute zu den bedeutendsten deutsch-sprachigen Dichterinnen.

 

Dienstag, 6. März

19:00 Uhr (Anfangszeit korrigiert)
DAStietz, Veranstaltungssaal

Vortrag

Eintritt frei

Shimon Stein (Foto: Archiv)

Israel und der arabische Frühling
Vortrag und Diskussion mit Shimon Stein

Der arabische Frühling hat die politischen Verhältnisse im Nahen Osten grundlegend verändert. Noch ist aber nicht absehbar, in welche Richtung diese Veränderungen gehen. Kommt es zu einer Demokratisierung der Region? Welchen Einfluss werden islamistische Bewegungen ausüben? Bedeuten die Umbrüche für Israel neue Chancen oder überwiegen die Gefahren?

Shimon Stein war von Januar 2001 bis Herbst 2007 Botschafter Israels in der Bundesrepublik und ist Senior Fellow am Institut für nationale Sicherheitsstudien der Universität Tel Aviv.

Eine Kooperation der Volkshochschule, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

 

Mittwoch, 7. März

18:00 Uhr
Restaurant SCHALOM

Eintritt: 1 €

Telefonische Anmeldung erforderlich, 0371 / 695 77 69

Was bedeutet koschere Küche?
Vortrag von Lars Ariel Dziuballa

Seit dem 15. März 2000 begrüßen die Gebrüder Dziuballa ihre Gäste im Restaurant SCHALOM. Vom ersten Tag an geben sie, neben den kulinarischen Genüssen, den Gästen einen theoretischen Einblick zu den Inhalten der koscheren Küche.

So werden auch zu den 21. Tagen der jüdischen Kultur in ungezwungener Atmosphäre in dieser Veranstaltung Einblicke in Besonderheiten der jüdischen Küche gewährt.

Kascher heißt, genau übersetzt "Im rechten Zustand tauglich". In aschkenasisch/jiddischer Aussprache sagt man "Koscher" - ein Wort, das weltweit für "sauber" bekannt ist. Kaschruth ist sein Hauptwort.

Gemäß Mischna und Talmud bedeutet dieser Begriff "zum Genuss erlaubt" und zwar in rituell-gesetzlicher, wie auch in zivilrechtlicher Beziehung.

 

Mittwoch, 7. März

19:00 Uhr
weltecho

Eintritt frei

Ein Paul-Dessau-Abend

Der Komponist Paul Dessau (1894-1979) entstammte einer Dynastie von Hamburger Synagogalkantoren. Er komponierte Opern, szenische Spiele, Bühnen- und Ballettmusiken, Sinfonien und andere Orchesterwerke, Stücke für verschiedene Soloinstrumente sowie Vokalmusik. Seit den 1920er Jahren wandte er sich außerdem der Filmmusik zu, verfasste Kompositionen für frühe Filme von Walt Disney, Begleitmusik für Stummfilme und für den frühen deutschen Tonfilm.

Der 1966 gedrehte Dokumentarfilm "Paul Dessau" des Regisseurs Richard Cohn-Vossen (geboren 1934 in Zürich, wohin seine Eltern flüchteten, weil sein Vater Jude war), verbindet Orchesterproben unter Dessaus Leitung mit seinen unkonventionellen Musikstunden. Richard Cohn-Vossen wird am Abend auch über seine Begegnungen mit dem Komponisten berichten.

⇓ mehr

 

Mittwoch, 7. März

19:30 Uhr
Evangelisches Forum

Vortrag

Eintritt frei

Prof. Frank Crüsemann (Foto: Archiv)

Prof. Frank Crüsemann, Bielefeld
Wie lernten und lehrten Jesus und seine ersten Nachfolger Tora?
"Das Alte Testament als Wahrheitsraum des Neuen: Die neue Sicht der christlichen Bibel."

Frank Crüsemann beleuchtet neu und herausfordernd den Umgang Jesu und des Neuen Testaments mit der Tora.
"Das Alte Testament muss für Christen denselben theologischen Rang haben, den es im Neuen Testament hat", schreibt er in seinem 2011 erschienenen Buch - und plädiert dafür, das christliche Verständnis des Alten Testaments daraufhin zu überprüfen.

 

Donnerstag, 8. März

16:00 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum

Eintritt frei

Maariv Gebet und Lesung Megilla

In der Synagoge wird aus diesem Anlass ein Gottesdienst gefeiert, bei dem der ganze Ablauf auf Freude zielt. Dabei wird auch die Festrolle des Buches Esther vorgelesen. Immer, wenn der Name Haman fällt, soll von den anwesenden Kindern mit Tuten, Rasseln und Ratschen so viel Lärm wie möglich gemacht werden.

Dies beruht auf dem Befehl Gottes, den Namen Amaleks, Hamans Vorfahr, zu löschen, nachdem Amalek Israel auf dem Weg zum Gelobten Land behindert hat. Sein Name wurde damit zum Symbol der Judenfeindschaft.

Donnerstag, 8. März

im Anschluss
Jüdisches Gemeindezentrum

Eintritt: 25/10 €

Purim-Party mit Live-Klezmer-Musik

 

Donnerstag, 8. März

19:30 Uhr
Lehmanns Café

Ausstellung vom 27. Februar bis 7. Mai

Eintritt frei

Die Glasfenster von Jerusalem

Die Glasfenster von Jerusalem

Ausstellungsgespräch mit Pfarrer Carsten Rostalsky aus Dahme/Mark mit Einführungsvortrag und musikalischer Unterhaltung

Die Ausstellung zeigt Original-Lithografien nach Vorstudie von Marc Chagall. Im Mittelpunkt stehen zwölf Fenster der Synagoge des Hadassah-Hospitals in Jerusalem, 12 Fenster für die 12 Stämme Israels.

 

Donnerstag, 8. März

19:30 Uhr
weltecho, Café

Eintritt frei

Kontakt: Tel. 0176 / 20 07 03 82, post@fib-chemnitz.de

MEINUNGSBILDUNGSSTÖRUNG

Über den Nahostkonflikt
Diskussion mit und ohne Podium

Veranstaltet vom Freien Institut für Bildung e.V.

Seit Jahrzehnten leben wir mit dem Konflikt zwischen Israel und Palästina. Manchmal aufgeputscht, oft abgestumpft durch die tägliche Berichterstattung, ihre Bilder, ihre Meinungen, ihre Kommentare.

⇓ mehr

 

Samstag, 10. März

19:30 Uhr
Schauspielhaus Chemnitz, Ostflügel

Eintritt: 10/ 8 €

Asamblea Mediterranea (Foto: Archiv)

Asamblea Mediterranea
Die Musik der Sepharden und der Ashkenazen

"Es ist Zeit für Liebe, meine Braut, komm in meinen Garten", heißt es in einem Gedicht aus dem 10. Jahrhundert. Die Gruppe "Asamblea Mediterranea" verzaubert das Publikum mit einem musikalischen Dialog zwischen der Kultur der Sepharden und Aschkenazen. Poetische Balladen, Liebeslieder und Festtagsgesänge erzählen von märchenhaften Lebensfreuden und sehnsuchtsvoller Wehmut.

Die Musik der Sepharden ist von nordafrikanischen und südspanischen Rhythmen sowie griechischen und südslawischen Volksmusiken geprägt. Sepharden sind Juden, die ursprünglich aus Spanien, Portugal, Nordafrika oder dem Nahen Osten stammten. Aschkenazen nennen sich Juden, die ursprünglich aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Osteuropa stammten. Das Wort "Aschkenazen" leitet sich vom hebräischen Wort für Deutschland ab, Jiddisch ist ihre Sprache. Innerhalb der jüdischen Welt gibt es vielerlei Spannungen zwischen Sepharden und Aschkenazen. "Asamblea Mediterranea" zeigt mit ihrem Konzertprogramm auf, was die beiden Kulturen vereint. Der musikalische Brückenschlag entführt das Publikum in eine betörend andere Welt.

Ines Amanovic (Gesang); Gabriele Anna Lesch (Gesang); Melanie Bogisch (Blockflöten); Mark Johnston (Geige); Hans-Christof Dressen (Kontrabass); Andreas Pastorek (Percussion); Alon Wallach (Gitarre, Leitung & Arrangements); Andreas Geyer (Klarinette); Eric van der Zwaag (Lesung).

 

Sonntag, 11. März

18:00 Uhr
Lehmanns Café

Eintritt: 10 €

Esther Lorenz und Thomas Schmidt (Foto: Archiv)

"Laila, Laila" - (Nacht, Nacht) Hebräische Lieder
Esther Lorenz, Gesang + Rezitation, Thomas Schmidt, Gitarre

"Am Ende lösten sich die Zuhörer tiefbewegt in der Erkenntnis, den uralten Puls des Judentums gefühlt zu haben - einen Atemzug lang." schrieb die Rheinische Post.

Mit dem Konzertprogramm "Laila, Laila", benannt nach dem israelischen Schlaflied, präsentiert die Sängerin Esther Lorenz israelische und spanisch-jüdische Musikkultur. Begleitet wird sie dabei vom Gitarristen Thomas Schmidt.
Die musikalische Reise durch das Judentum führt in alte Königsstädte im Jemen, erzählt von Menschen in Israel, die sehnsüchtig auf den Propheten Elia warten, beschreibt Blumen die aus Felsenspalten wachsen - so wie der erhoffte Friede. Sie beinhaltet aber auch Texte aus der Tora, der Liturgie, ein Liebeslied der israelischen Komponistin Naomi Shemer ("Od lo ahavti dai") und eine kleine Hommage an sephardische Juden.

Gedichte, Erläuterungen über Feiertage und Bräuche, Anekdoten und die berühmte Prise Humor im Judentum vervollständigen dieses musikalische Kaleidoskop, das jüdisches Leben und Fühlen von verschiedenen Seiten beleuchten möchte.

 

Sonntag, 11. März

18:00 Uhr
Restaurant SCHALOM

Film

Eintritt 1 €

Telefonische Anmeldung erforderlich, Tel. 0371 / 695 77 69

PoLin
Jolanta Dylewska hat jüdische Amateurfilme aus den Dreißigern entdeckt

"Auch Filme haben ihre Schicksale. Damit "PoLin" entstehen konnte, musste einiges geschehen: Die Polin Jolanta Dylewska musste - lange nach dem Krieg - in Schlesien geboren werden, um ein archäologisches Gespür für tiefer liegende Kulturschichten zu bekommen. Sie musste ein paar Mal für deutsche Produzenten hinter der Kamera stehen, um ihr Auge zu schärfen - als Kamerafrau etwa bei "Tulpan", einem in Kasachstan spielenden Quasi-Dokumentarfilm, der in diesem Jahr in Cannes gleich drei Preise gewann. Sie musste schließlich, um für andere Filme zu polnisch-jüdischen Themen zu recherchieren, Filmarchive in Amerika und in Israel durchforsten, vor allem die des YIVO-Instituts in New York und der Gedenkstätte Yad Vashem. Und sie musste über fast zehn Jahre hinweg die fixe Idee haben, nebenbei Material für einen eigenen Film zu sammeln.

Jetzt sehen und bewundern wir das Ergebnis: "PoLin. Krümel der Erinnerung". Eine deutsche Fassung mit Hanna Schygulla als Sprecherin ist in Vorbereitung.

⇓ mehr

 

Montag, 12. März

18:00 Uhr
Galerie ArtECK

Eintritt frei

Juden in der russischen Literatur?

Juden in der russischen Literatur?
oder Warum Fragezeichen?

Elena Gaft lädt zum Gespräch ein.

Eine Veranstaltung in russischer Sprache

 

Montag, 12. März

19:30-21:15 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum

Teilnahmegebühr: 5,40 €

Anmeldung erforderlich, VHS-KURSNUMMER S1210312

Renate Aris (Foto: Archiv)

Leben und Überleben im Holocaust - Eine Biografie

Mit Renate Aris

Renate Aris, Überlebende des Holocaust, berichtet über ihr Leben. Frau Aris, langjähriges Mitglied der jüdischen Gemeinde Chemnitz, ist nur knapp den Deportationen entkommen. Ihr Vater, bereits 1938 verhaftet, musste von 1940 -1945 in Dresden in verschiedenen Betrieben Zwangsarbeit leisten. Nur durch den Bombenangriff auf Dresden konnte die ganze Familie der bereits geplanten Deportation am 16.02.1945 entkommen.

Eine Veranstaltung der Volkshochschule und der Jüdischen Gemeinde Chemnitz

 

Montag, 12. März

19:30 Uhr
Evangelisches Forum

Eintritt frei

Daniel J. Naumann (Dozent für Althebräisch)
Einführung in das biblische Hebräisch

Vor allem Gäste ohne Vorkenntnisse erhalten einen ersten Einblick in die Sprache und die Welt der hebräischen Bibel. Interessierte können sich an diesem Abend zu einem kostenfreien zweisemestrigen Kurs (ab April 2012 einmal wöchentlich abends an der TU Chemnitz) anmelden. Am Ende dieses Kurses kann das Hebraicum abgelegt werden

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelischer Gesellschaft und Evangelischem Forum

 

Dienstag, 13. März

17:00 Uhr
Jüdischer Kindergarten

Eintritt frei

Was ist jüdische Erziehung?
"Schnuppernachmittag" im Kindergarten

Ein Gespräch mit der leitenden Erzieherin, Frau Helbig und der Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Chemnitz, Dr. Ruth Röcher

 

Dienstag, 13. März

19:00 Uhr
DAStietz, Veranstaltungssaal

Eintritt frei

Alles koscher - oder was?
Mit Jalda Rebling und Anna Adam

"Judentum in Deutschland" - ein Thema, das viele nur mit dem Geschichts- und Religionsunterricht oder mit Shoah und Nahostkonflikt assoziieren. Wie gestaltet sich aber heute das wachsende und sich stetig verändernde jüdische Leben in Deutschland?

Die Referentinnen werden auch am 14. März von 15:00-18:00 Uhr mit dem "Happy Hippi Jew Bus" auf dem Neumarkt stehen. Das Projekt will humorvoll einen niedrigschwelligen Kontakt zum Judentum ermöglichen.

In Kooperation mit Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.

 

Dienstag, 13. März

19:00 Uhr
Villa Esche

Lesung und Gespräch

Eintritt: 12/ 8 €
Ticketreservierung: Villa Esche

Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden?

Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden?
Gleichheit, Neid und Rassenhass - 1800 bis 1933
Podium Villa Esche: Portraits & Zeitgeschichte

Warum ermordeten Deutsche sechs Millionen Juden? Das ist die Frage, die heutige Deutsche beantworten müssen, wenn sie ihre Geschichte verstehen wollen. Zukunftsangst beherrschte die meisten christlichen Deutschen im 19. Jahrhundert. Anders die Juden. Sie sahen in wirtschaftlicher Freiheit, politischem Freisinn und in der industriellen Revolution ihre Chance. Um 1900 machten jüdische Schüler achtmal häufiger Abitur als nichtjüdische. Juden strömten in die freien Berufe, kamen als Angestellte oder Selbstständige rasch voran. Die in ihrem sozialen Aufstieg langsameren Deutschen reagierten mit Neid und Missgunst. Sie suchten Rückhalt im Kollektiv und werteten andere ab. Auch aus einem Mangel an Bildung und unternehmerischer Initiative entstand antisemitischer Volkshass. Der 1933 zum Staatsziel erhobene Antisemitismus nahm dem einzelnen Deutschen die Scham und die Verantwortung. Sie delegierten ihre Aggressionen an den Staat und verschafften Hitler die Möglichkeit, individuellen Neid und Hass in das überpersönliche Projekt "Endlösung der Judenfrage" zu verwandeln.

⇓ mehr

 

Dienstag, 13. März

19:30 Uhr
Evangelisches Forum

Eintritt frei

20 Jahre Deutsch-Israelische Gesellschaft Chemnitz

Die Entwicklung der Stadt Tel Aviv-Jaffa

Die noch sehr junge Stadt Tel Aviv erlebte seit ihrer Gründung im Jahre 1909 eine beachtliche Entwicklung. Einst waren es 60 Gründungshäuser inmitten von Sanddünen. Heute ist Tel Aviv -Jaffa eine Metropole, die sich im internationalen Vergleich mit Städten wie London, Paris oder gar New York messen lassen kann. Doch welche Gründe steckten hinter der Entscheidung, mitten im Sand eine neue Siedlung zu errichten? Wo finden sich im heutigen Stadtbild Spuren dieser Siedlungsbewegung? Nach welchen Gestaltungsprinzipien wurde der Stadtgrundriss entworfen?

Referentin: Romy Weißflog

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelischer Gesellschaft und Evangelischem Forum

 

Dienstag, 13. März

19:30 Uhr
Lehmanns Café

Lesung

Eintritt: 4 €

Todleben - Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit
Lesung mit Uwe von Seltmann, Krakau

Uwe von Seltmann, Jahrgang 1964, studierte Evangelische Theologie, war sieben Jahre Chefredakteur evangelischer Wochenzeitungen und lebt als freier Publizist überwiegend in Krakau. Er hat bislang acht Bücher veröffentlicht. Die Enkel sind miteinander verheiratet. Der deutsche Großvater war SS-Mann in Polen, der polnische wurde in Auschwitz ermordet. Sind sich die Beiden begegnet? Uwe von Seltmann forscht nach und schildert, wie in den beiden Familien alte Wunden aufreißen und längst Verdrängtes ins Bewußtsein zurückkehrt.
Ein Buch über die Last der Vergangenheit und eine hoffnungsfrohe Zukunft.

 

Dienstag, 13. März

19:30 Uhr
Neue Sächsische Galerie

Vortrag

Eintritt frei

Dr. Reiner Bernstein, München
Der Nahe Osten im Spiegel seiner Konflikte

Die arabischen Völker entledigen sich ihrer Unterdrücker. Doch alte Eliten pochen auf ihre Vormacht. Auch eine Regelung des israelisch-palästinensischen Konflikts ist nicht abzusehen. Wie in keinem anderen Teil der Region bündeln sich hier territoriale Ambitionen, religiöse Konkurrenzen und die Erschöpfung der Zivilgesellschaften. Vor welchen Herausforderungen stehen die Regierungen des Westens?

Als Nahost-Historiker verfolgt Dr. Reiner Bernstein seit Jahrzehnten die Entwicklungen in der Region. Sein Eindruck ist, dass die Kluft zwischen Rhetorik und gebremster Diplomatie politische Regelungen behindert, die im Westen vorgetragen werden.

 

Mittwoch, 14. März

15:00-18:00 Uhr
Neumarkt

Happy Hippie Jew Bus

Happy Hippie Jew Bus

Hinter dem happy hippie jew bus verbirgt sich ein VW-Bus, der von Anna Adam innen ausgebaut und außen angemalt wurde. Innen wurden Möbel und Schaukästen eingebaut, die mit Objekten zum Thema Kaschrut (Koscher-Regeln) und zum Thema Vorurteile zum Judentum bestückt wurden.

Es wurde bewusst satirisch und humorvoll vorgegangen, denn dadurch bekommt das Publikum einen wesentlich leichteren Zugang zum Judentum. Außen wurde der Wagen mit allen Symbolen bemalt, die man sich zu einem Hippie-Fahrzeug vorstellt.

Den Initiatorinnen des Busses geht es um den Abbau von Vorurteilen und Berührungsängsten.

Jalda Rebling ist Sängerin, Kantorin und Schauspielerin. Sie lehrte u.a. am Hebrew Union College und am Elat Chayyim in New York.
Anna Adam ist Künstlerin und Ausstellungsmacherin.

 

Mittwoch, 14. März

17:00 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum

Eintritt frei

Schir Semer - der Chor der jüdischen Gemeinde Chemnitz

Der Chor feierte 2011 sein siebenjähriges Bestehen (gegründet 2004). Sein Repertoire umfasst ca. 80 Lieder in sechs Sprachen. Es unterteilt sich in klassische Lieder, Gebete, Volkslieder und moderne Lieder. Im Chor kommen Mitglieder aus verschiedenen Republiken der ehemaligen Sowjetunion zusammen, die alle die Liebe zum Gesang verbindet.

Der Chor wird von Taisa Leyenson geleitet, sie kam 2003 aus der Stadt Orsch in Weißrussland nach Deutschland. In Orsch arbeitete sie 30 Jahre als Chorleiterin, unter anderem eines weiblichen Kammerchors und als Gesanglehrerin an der Kinderkunstschule.

Es tritt auch die Tanzgruppe der jüdischen Gemeinde Chemnitz auf.

 

Mittwoch, 14. März

18:00 Uhr
Villa Kohorn

Eintritt frei

maximal 25 Teilnehmer. Anmeldung bis zum 1. März an das Evangelische Forum, Tel. 0371 / 400 56 12 oder ev.forum@evlks.de

Die Villa Kohorn - Ein Haus verrät seine Geschichte
Lars Fassmann, Vorsitzender der Chemmedia AG, führt durch die Villa und der Historiker Dr. Jürgen Nitsche spricht über die jüdische Unternehmerfamilie Kohorn.

Oscar von Kohorn gründete Ende 1909 die Chemnitzer Teppichfabrik Oscar Kohorn und war darüber hinaus an einer Vielzahl von Aktiengesellschaften beteiligt. Im April 1917 erwarb er die Villa in der Parkstraße 35 und lebte dort mit seiner Familie bis 1935.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelischer Gesellschaft und Evangelischem Forum

 

Mittwoch, 14. März

19:00 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum

Im Anschluss nach dem Konzert
Eintritt frei

Die Herren bitte mit Kopfbedeckung

Synagoge

Führung durch die Chemnitzer Synagoge

Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Chemnitz und Religionslehrerin der sächsischen Gemeinden Dr. Ruth Röcher, lädt zur Führung durch die Chemnitzer Synagoge ein.

 

Mittwoch, 14. März

19:00 Uhr
DAStietz, Veranstaltungssaal

Lesung

Eintritt: 5/ 3 €

Lena Gorelik (Foto: Archiv)

"Lieber Mischa - ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude"

Lena Gorelik gehört der neuen Generation junger Juden in Deutschland an, die sich über ihre Zukunft, nicht über ihre Vergangenheit definieren wollen.
In ihrem neuen Buch erklärt Lena Gorelik ihrem Sohn nicht nur präventiv, wie er sich später einmal ihrer mütterlichen Fürsorge entziehen kann. Sondern auch, warum bei Festen immer viel geweint wird, obwohl seine Eltern nicht gläubig sind. Warum sein Großvater lieber Sudokus macht als in der Thora liest und warum er auf seine Nase stolz sein kann.

Lena Gorelik, geboren 1981 in St. Petersburg, kam 1992 mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland. Sie veröffentlichte bisher die Romane "Meine weißen Nächte" und "Hochzeit in Jerusalem" (nominiert für den Deutschen Buchpreis 2007) sowie "Verliebt in Sankt Petersburg", ein witzigpersönliches Reisebuch über ihre Geburtsstadt Sankt Petersburg.

Lena Gorelik lebt mit Mann, Sohn und Hund in München.

 

Donnerstag, 15. März

16:30 Uhr
Helenenstraße

Führung

Eintritt frei

Treffpunkt: Einfahrt Walter-Oertel-Straße/Reichsstraße

Entlang der früheren Helenenstraße
Auf der Suche nach der Wohnstätte des Generalintendanten Richard Tauber. Ein kulturhistorischer Rundgang mit Dr. Jürgen Nitsche

Anton Richard Tauber war von 1912 bis 1930 Generalintendant der Chemnitzer Theater. Seine Amtszeit ging als "Ära Tauber" in die hiesige Theatergeschichte ein. Bis zu seinem Wegzug hatte er in einem Haus in der Helenenstraße gewohnt.

Ein Rundgang entlang dieser Straße, die nach 1933 Hugenbergstraße hieß und seit Juli 1945 den Namen von Dr. Walter Oertel (1869-1929), des Gründers des Vereins zur Bekämpfung der Schwindsucht in Chemnitz, trägt, soll den Besuchern zeigen, dass bis 1939 in den eindrucksvollen Bürgerhäusern ein stetiges jüdisches Leben stattfand. Haben weitere Chemnitzer Juden dort Spuren hinterlassen?

 

Donnerstag, 15. März

19:00 Uhr
DAStietz

Lesung

Eintritt frei

Inge Auerbacher (l.) und Bozenna Urbanowicz Gilbride 20 Jahre Deutsch-Israelische Gesellschaft Chemnitz

Verlorene Kindheit
Inge Auerbacher und Bozenna Urbanowicz Gilbride
Dr. Jürgen Nitsche

Die Polin Bozenna Urbanowicz Gilbride war als Kind in Chemnitz in einem Arbeitslager, Inge Auerbacher überlebte den Holocaust in Theresienstadt. Heute leben beide in New York und stellen ihr gemeinsam verfasstes Buch "Verlorene Kindheit" der Chemnitzer Leserschaft persönlich vor. Die beiden Frauen wurden im gleichen Jahr, in zwei verschiedenen Ländern und in verschiedene Religionen und Traditionen hinein geboren, doch beide erlitten ein ähnliches Schicksal und wurden über alle Grenzen hinweg Freundinnen. Ergänzend zur Lesung informiert der Historiker Dr. Jürgen Nitsche über Zwangsarbeit in Chemnitz.

Gemeinsame Veranstaltung der Volkshochschule Chemnitz, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und des Evangelischen Forums.

Inge Auerbacher und Bozenna Urbanowicz Gilbride sind auch zu Schulbesuchen eingeladen.

 

Freitag, 16. März

14:00 Uhr
Kraftwerk, Saal

Eintritt: 6/ 3 €

Ein ganz gewöhnlicher Jude

Von Charles Lewinsky
mit Dirk Schoedon (Darsteller), Holger Kuhla (Regisseur), Uwe Dziuballa (Dramaturg)

Eine Kooperation von Kraftwerk e.V., SCHALOM e.V. und Moses Mendelssohn e.V.

"Ich will das nicht...!", sind die ersten Worte des Journalisten Goldfarb in Charles Lewinskys Monodrama "Ein ganz gewöhnlicher Jude". Es geht um einen Juden, der mitten im Deutschland der Gegenwart nichts Ungewöhnliches betreibt, als sich für einen ganz gewöhnlichen Mitbürger zu halten. Das Stück beginnt mit einem kategorischen Nein und entwickelt eine so heitere, wie bitter ernste Reise durch das Leben eines Außergewöhnlichen wider Willen. "Wer ist Goldfarb?", fragt sich Goldfarb! Ist es vielleicht doch unmöglich, ein ganz gewöhnlicher Deut-scher und Jude zu sein? Sein bisheriges Leben zieht an ihm vorbei. Das "Fremde im Eigenen" wird zum zentralen Thema des Stücks und ist entsprechend nicht allein auf die Probleme eines ganz "gewöhnlichen" deutschen Juden beschränkt.

 

Freitag, 16. März

18:00 Uhr
Synagoge

Eintritt frei

Synagoge

Öffentlicher Gottesdienst in der Synagoge
mit Kantor Alexander Nechama aus Berlin

Gäste sind herzlich eingeladen, am Gottesdienst teilzunehmen. Männliche Besucher sind gebeten, in der Synagoge eine Kopfbedeckung zu tragen.

 

Samstag, 17. März

19:00 Uhr
Kraftwerk

Eintritt: 6/ 3 €

Ein ganz gewöhnlicher Jude

Von Charles Lewinsky
mit Dirk Schoedon (Darsteller), Holger Kuhla (Regisseur), Uwe Dziuballa (Dramaturg)

Eine Kooperation von Kraftwerk e.V., SCHALOM e.V. und Moses Mendelssohn e.V.

"Ich will das nicht...!", sind die ersten Worte des Journalisten Goldfarb in Charles Lewinskys Monodrama "Ein ganz gewöhnlicher Jude". Es geht um einen Juden, der mitten im Deutschland der Gegenwart nichts Ungewöhnliches betreibt, als sich für einen ganz gewöhnlichen Mitbürger zu halten. Das Stück beginnt mit einem kategorischen Nein und entwickelt eine so heitere, wie bitter ernste Reise durch das Leben eines Außergewöhnlichen wider Willen. "Wer ist Goldfarb?", fragt sich Goldfarb! Ist es vielleicht doch unmöglich, ein ganz gewöhnlicher Deut-scher und Jude zu sein? Sein bisheriges Leben zieht an ihm vorbei. Das "Fremde im Eigenen" wird zum zentralen Thema des Stücks und ist entsprechend nicht allein auf die Probleme eines ganz "gewöhnlichen" deutschen Juden beschränkt.

 

Samstag, 17. März

19:30 Uhr
Schauspielhaus Chemnitz

Eintritt: Preise des Schauspielhauses

Bitte beachten: Die Veranstaltung wurde zunächst irrtümlich für den 18. März angekündigt

Der Würgeengel - Premiere

Von Elfriede Jelinek

"Opfer sind sie ja immer alle, die drängen sich förmlich danach, das geht nicht, es können nicht alle Opfer sein, jemand muss auch Täter sein wollen, bitte melden Sie sich!"

Ein Ort, nirgends, irgendwo zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Boten erscheinen. Sie berichten. Sie erzählen. Sie widersprechen sich. Ihre Themen: Das Vergessen. Das Erinnern. Deutschland. Wir alle. Und immer wieder: Ein Fest auf einem Schloss, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Ein Fest, während dessen über 180 Zwangsarbeiter ermordet werden. Ein Fest, an das sich niemand erinnern will. Ein Tanz auf dem Vulkan.

⇓ mehr

 

Samstag, 17. März

19:30 Uhr
Opernhaus

Festkonzert

Eintritt: Gastspielpreise

SHEKETAK - Rhythm in Motion
ist eine energiegeladene, virtuose und humoristische Multimedia-Aufführung, die Elemente aus Tanz, Theater, Live-Musik und Videokunst miteinander verbindet.

Auf einer Bühne mit einem dreistöckigen Gerüst und einer Live-Band zeigen die Musiker und Tänzer rasant wechselnde Kombinationen aus rhythmischen Musiknummern, verschiedenen Tanzstilen und interaktiven Videoeinspielungen.

"Sheketak - Rhythm In Motion" passt unmöglich in irgendeine Schublade. Mal kann man den Tänzern dabei zusehen, wie sie auf ihren Körpern trommeln, wobei sie Stöcke und Requisiten wie Töpfe und Stifte dazu benutzen Geräusche zu produzieren während sie sich über die Bühne bewegen, dann wieder gibt es eine Freestyle-Choreografie mit modernen Hip-Hop-Elementen, die die ganze Bühne in Beschlag nimmt und nur von den Atemgeräuschen der Tänzer untermalt wird.

Sheketak Sheketak

⇓ mehr

 

Sonntag, 18. März

10:00-16:00 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum

Tagesseminar

Eintritt frei

Was geht mich Israel an?
Das Israelbild der Deutschen

In dem Seminar "Was geht mich Israel an?" soll eine Bestandsaufnahme über das Israelbild der Deutschen durchgeführt werden. Aber auch Erfahrungen des kulturellen Austausches zwischen Israel und Deutschland sollen eine Rolle spielen. Wert gelegt wird darüber hinaus auf den unmittelbaren Erfahrungshorizont der Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger, insbesondere von Jugendlichen.

⇓ mehr

 

Sonntag, 18. März

13:30-18:00 Uhr
Gemeindezentrum St. Pauli-Kreuz

Kosten: 20 € p.P. (inklusive Imbiss)

Anmeldung bis 5. März unter Tel. 0371 / 77 21 83

Tanz und Literatur: Selma Meerbaum-Eisinger

Selma Meerbaum-Eisingers Gedichte bewegen Laien und Experten gleichermaßen. Es ist Liebes- und Naturlyrik einer Jugendlichen.

Selma Meerbaum-Eisinger starb 1942 mit 18 Jahren im ukrainischen Arbeitslager. Ihr Werk gehört neben Rose Ausländer und Paul Celan zum Erbe der ausgelöschten deutsch-jüdischen Kultur der Bukowina.

Birgit Gatz stellt Selma Meerbaum-Eisingers Gedichte vor. Renate Frank-Bayer wird dieses "Leben wollen trotz allem" mit Tänzen verbinden.

Leitung: Renate Frank-Bayer (Dozentin für Meditation des Tanzes/Sacred Dance) und Birgit Gatz (Diplom-Bibliothekarin)

 

Sonntag, 18. März

20:00 Uhr (Anfangszeit korrigiert)
Opernbühne

Konzert

Eintritt: Sonderpreise

Konzert
mit Jeffrey Goldberg

Jeffrey Goldberg studierte an der Harvard University und der University of Michigan Komposition und Dirigieren u.a. bei Luise Vosgerchian, Sarah Benson und Leonard Bernstein, außerdem bei Oliver Knussen, Sir Peter Maxwell Davies, Ivan Tcherepnin und Joe Maneri. Er promovierte an der Harvard University im Fach Pädagogik und lehrte an dieser Einrichtung sowie an der Boston Arts Academy und am Rivers School Conservatory.

⇓ mehr

 

Veranstaltungen nach den Tagen der Jüdischen Kultur

Donnerstag, 22. März

19:00 Uhr
DAStietz, Veranstaltungssaal

Vortrag

Eintritt frei

Nahostkonflikt: Mythen und Realitäten
Vortrag und Diskussion mit Eldad Beck

Wieder einmal sieht es im Nahen Osten so aus, als wäre der Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern endgültig gescheitert. Es herrscht Stillstand in den Verhandlungen und gegenseitige Vorwürfe behindern eine Wiederaufnahme der Gespräche.
In Europa ist schnell der alleinige Schuldige ausgemacht: Israel. Bei der Betrachtung des Nahost-Konflikts herrschen Standpunkte oder Ideologien vor und Fakten treten in den Hintergrund.

Eldad Beck beschäftigt sich in seinem Vortrag mit den Mythen und Realitäten des Nahostkonfliktes und möchte zur Versachlichung beitragen. Eldad Beck ist Deutschland- und Europakorrespondent der größten israelischen Tageszeitung "Yedioth Achronot".

Eine Kooperation der Volkshochschule, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

 
TDJK Symbolbild